Aktivurlaub im Urwald

Pufferzone

In der Pufferzone des Nationalparks kann man sich auf eigene Faust bewegen. Zu den Attraktionen gehören Spaziergänge durch die Kautschuk- und Kakaoplantagen, Flusstouren zu zwei Wasserfällen des Bambus-Flusses, Baden in einer Thermalquelle und das Dahingleiten auf den Bambus- und Batang-Flüssen mit Hilfe aufgeblasener Schläuche von Lastwagenreifen (tubing).

 

Nationalpark

Auf geführten Touren kann die Natur des Gunung-Leuser-Nationalparks zu Fuß, mit Gummiflößen und auf dem Rücken speziell ausgebildeten Elefanten erkundet werden. Die Programme und Preise werden von lokalen Organisationen (LPT, CTO, CRU) bestimmt. Die Besitzer der Unterkünfte haben darauf keinen Einfluss.

 

„Last chance to see“

Die Urwaldreste auf der indonesischen Insel Sumatra sind der letzte Ort auf der Welt, an dem Elefanten, Tiger, Nashörner und Orangutans gemeinsam vorkommen. Indonesien hat zusammen mit Brasilien die höchste Abholzungsrate von Regenwäldern auf der Erde (www.mongabay.com). Die Bevölkerung wächst stark und der irrsinnige, auch von der EU geförderte Biosprit-Boom beschleunigt die Urwaldzerstörung wesentlich. Riesige ehemalige Waldflächen sind heute mit Ölpalmenplantagen bedeckt.

Indonesien ist einer der korruptesten Staaten der Erde (www.transparency.com), Nationalparkgrenzen sind oft nur Linien auf der Landkarte. Der Urwald wird nur dort überleben, wo die indonesische Bevölkerung mehr Geld mit Tourismus als mit der Ölpalme verdienen kann.

Wenn Sie noch einen Blick auf ein untergehendes Paradies werfen wollen, müssen Sie das schnell tun.

Welche Tiere können Sie in Tangkahan sehen?

Fast täglich zeigen sich in der Pufferzone des Nationalparks drei Arten von Affen, oft spielen sie schon früh am Morgen auf der Aussichtsplattform: Silberner Haubenlangur (Silvered Leaf-Monkey, Trachypithecus cristatus) , Thomas-Langur (Thomas Leaf-Monkey, Presbytis thomasi) und Langschwanzmakaken (Long-tailed Macaque, Macaca fascicularis). Unser Haus hat von diesen fröhlichen Gesellen seinen Namen bekommen: Villa Funky Monkey.

Gibbons sind mit zwei Arten, Siamang (Symphalangus syndactylus) und Weißhandgibbon (Hylobates lar), vertreten. Sie sind deutlicher scheuer als die oben genannten Affen und bleiben in der Regel im Nationalpark. Man kann sie oft bei ihren morgendlichen Gesängen hören, aber sie sind schwer in den Baumwipfeln auszumachen.

Orangutans kommen vor allem zur Zeit der Durianernte in die Plantagen um Tangkahan. Sie bleiben dann längere Zeit in den Durianbäumen und fressen zum Missfallen der Bauern viele Früchte. Sonst sind Begegnungen mit wilden Orangutans selten. Das zweieinhalb Fahrstunden entfernt gelegene Bukit Lawang bietet aber gute Gelegenheit, ausgewilderte und immer noch halbzahme Orangutans aus der Nähe zu sehen.

 

In dem extensiv kultivierten Gelände der Pufferzone zwischen Nationalpark und Dorf finden Wildschweine gute Lebensbedingungen. Sie sind aber meist nachtaktiv und selten zu sehen. Auch wilde Elefanten schauen manchmal auf einen Snack vorbei – nicht gerade zur Freude der Bauern und Gartenbesitzer.

Mit Glück können Mungos, Fischotter, Musang luwak Fleckenmusang Paradoxurus hermaphroditus und Fischkatzen beobachtet werden Sunda-Plumplori (Nycticebus coucang)

Sumatra-Tiger schauen ab und zu in Tangkahan vorbei, aber sie bleiben im Nationalpark. Am 08. Dezember 2011 wurde am Butterfly Beach unterhalb der Happy-Monkey-Lodge ein Tiger gesichtet. Im gesamten Gunung-Leuser-Nationalpark gibt es nur noch etwa 70 Tiger, eine Begegnung mit ihnen ist daher extrem selten.

Die Vogelwelt Sumatras ist reich, aber meist schwer zu beobachten. Nur die lauthals schreienden Nashornvögel (mindestens vier Arten), einige Greifvögel und viele Schwalben sind am Himmel zu sehen. Andere Arten wie Nektarvögel, Bülbüls, Oriole, Grasmücken, Schneidervögel oder Spinnenjäger bewegen sich so heimlich und geschickt durch Blattwerk, dass man Geduld und ein gutes Fernglas braucht, um sie bestimmen zu können.

 

Rufus-tailed Tailorbird (Orthotomus sericeus)

Reptilien sind häufig, vor allem Skinke, Geckos, Agamen und Warane. Weit seltener sind Begegnungen mit Schildkröten oder Schlangen.

 

Der Teich im Garten der Villa Happy Monkey ist ein Paradies für Frösche, die sich allabendlich mit einem Konzert bedanken.

Wer sich für Insekten and andere Arthropoden interessiert, dem wird in Tangkahan nicht langweilig werden. Unüberhörbar sind die vielen Zikaden und Grillen, die täglich Musik machen. Gottesanbeterinnen, Libellen und Stockinsekten sind häufig. Die Stars des Dschungels sind aber die vielen bunten Schmetterlinge. Der Flussstrand unter der Lodge wird „Butterfly Beach“ genannt, weil sich dort in der Trockenzeit oft viele Schmetterlinge versammeln, um Salze aus einer kleinen Thermalquelle aufzunehmen. Nicht alle Arten finden ihre Liebhaber, auf Spinnen, Hunderfüßer, Skorpione und Stechmücken würden viele Besucher gerne verzichten. Aber auch sie gehören zum Urwald.

 

Der lästigste Bewohner der asiatischen und pazifischen Urwälder ist der Landblutegel. Man sollte es wie die Einheimischen positiv sehen und die gelegentliche Blutspende als medizinische Gratisbehandlung betrachten. Glücklicherweise übertragen die Egel keine Krankheiten.


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